Beiträge mit Tag ‘Liedermacher. Reinhard Mey’

Faun mit neuem Album „Midgard“

Written by Stefan. Posted in Allgemein, Deutsche Musik, Gothik, Mittelalter Musik, Pop, Schlager

k146-07-St-Cover-Mockup.inddFAUN sind seit über zehn Jahren ein wichtiger Bestandteil der internationalen Mittelalterszene und haben mit ihrer Musik ein eigenes Tor zu den Gefühls- und Gedankenwelten jener Zeit geöffnet. Die sechs Musiker Oliver s. Tyr, Fiona Frewert, Niel Mitra, Stephan Groth, Rüdiger Maul und Katja Moslehner besetzen in der Mittelalterszene mit ihrem Pagan Folk ein eigenes musikalisches Feld. Die Band kombiniert romantische und mythische mittelalterliche Musikzitate mit musikalischen Einflüssen der Gegenwart zu modernem deutschsprachigem Mittelalter-Folk. Mit dem Major-Debüt „Von den Elben“ gelang der Band 2012 der endgültige Durchbruch. Der Tonträger wurde mittlerweile mit Platin ausgezeichnet. Auch das mystische Nachfolgewerk „Luna“ hat Gold erreicht und als mystisches Konzeptalbum einen besonderen Stellenwert in der Szene erlangt.

Das neue Album „Midgard“ beleuchtet die Mythologie der Germanen und Wikinger. FAUN haben hierfür Sonnen- und Mittsommertänze geschrieben, besingen den keltischen Gott Lugh, als auch den Meeresgott Manannan Mac Lir für eine unbeschadete Seefahrt. Sie entführen in zauberhafte Birkenhaine und berichten von Alswinn dem Himmelsross als auch vom Göttervater Odin. Dies alles wird von der einzigartigen Klangwelt der Band umrahmt, die wie gewohnt aus einer gekonnten Mischung aus Folk, Mittelalterklängen, Pop und experimentellen elektronischen Soundsäulen entsteht. Eine spannungsgeladene Mischung, die die Musik von FAUN in der Mittelalterszene seit je her so einzigartig macht.

Reinhard Mey mit neuem Album „Mr. Lee“

Written by Stefan. Posted in Allgemein

Mey Cover 0516Mr. Lee? Wer ist dieser Mr. Lee? Der schweigsame Reisende, der sich vor den Seelen der Geschundenen im S21, dem Folterkerker, verneigt, den die barfüßigen Kinder in den Slums von Phnom Penh lieben, weil er ihnen ihre Postkarten oder Zigaretten abkauft, wer ist der stille Europäer, den sie „der weiße Elefant“ nennen? Reinhard Mey wahrt sein Geheimnis, aber er legt musikalische Kieselsteine für die Fährtenleser aus, sie werden Mr. Lee finden. Diese Spurensuche zieht sich wie ein Leitmotiv durch das neue Album. Es ist sein 27. Studio-Album, fast genau 50 Jahre nach „Ich wollte wie Orpheus singen“ entstanden. Die alte Begeisterung ist zu spüren, mehr denn je, sie hat sich von Album zu Album gesteigert, diese Lust zu erzählen, das Leben in all seinen Facetten zu leben, zu beobachten und es dann in liebevollen Miniaturen und großflächigen Bildern festzuhalten.

Sein Liedermacherhandwerk hat er von Grund auf gelernt und in den Jahrzehnten zur absoluten Perfektion gebracht. Ein Sprach- und Tonkünstler, der einst vermochte, das Wort „Luftaufsichtsbaracke“ zum Klingen zu bringen, hat heute erst recht keine Mühe, Wortungetüme wie „Müttergenesungswerk“ im Lied Hörst du, wie die Gläser klingen als reine Poesie leuchten zu lassen. So erzählt er einmal mehr mit treffsicherem Ausdruck und in fein ziselierten Worten und Zeilen seine ganz persönliche Geschichte. Aber wenn er sie erzählt, ist es, als erzähle er die unsere, wir teilen seine Erlebnisse und finden uns in seinen Liedern wieder. Mit 15 Liedern ist das Album erfüllt von diesen verblüffenden Augenblicken des Erkennens: Ja, das ist genau meine Geschichte, das ist mir genau so widerfahren, das ist mein Leben, von dem er da singt!

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