Landesjugendjazzorchester Hessen überzeugt beim Rheingau Musik Festival mit Weltstar James Morrison

Written by Stefan. Posted in Allgemein

Am 5. August 2012 kam es auf der Bühne im Kurpark Wiesbaden zu einem denkwürdigen Konzert des Landesjugendjazzorchesters Hessen. Kein Geringerer als Multi-Instrumentalist und Jazz-Weltstar James Morrison kam auf Einladung des Orchesterleiters Wolfgang Diefenbach direkt aus seiner Heimat Australien, um mit der Jugend Big Band „Kicks & Sticks“ und dem dazugehörigen neuen Vocal Ensemble den „Kicks & Sticks Voices“ ein umjubeltes Konzert zu zelebrieren. Satter Sound, ein extrem vielseitiges Repertoire und unterschiedlichste Stilrichtungen sind seit je her das musikalische Konzept des Landesjugendjazzorchesters Hessen.  In Kombination mit dem mehrstimmigen und enormen klanglichen Spektrum der hauseigenen Vocal-Group bringt Wolfgang Diefenbach nicht nur einen neuen Sound und noch mehr Dynamik auf die Bühne, sondern zelebriert ein echtes Revival der Big Band Vocal-Group. Anlass genug für James Morrison, unter anderem sein eigenes Arrangement „Enchanted“ für Big Band und Vokalensemble mitzubringen und aufzuführen.

James Morrison ist eine wahrhaft schillernde Figur im Jazz Establishment, der in seiner Freizeit auch mal gerne Autorennen fährt. Er spielt eine Vielzahl von Instrumenten wie Trompete, Posaune, Euphonium, Flügelhorn, Saxophon sowie Klavier und das im fliegenden Wechsel. Seit 1997 darf sich Morrison auch Sir James nennen. Sein Heimatland ehrte ihn im Jahr 2000 mit dem Auftrag, die Fanfare zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Sydney zu komponieren und vor einem Millionenpublikum aufzuführen.

 „Ich habe den Kontakt zu James Morrison schon sehr lange, konnte aber – auch aus finanziellen Gründen – nie eine Zusammenarbeit mit ihm verwirklichen“, so Diefenbach. „Auch der Eindruck, den unser Orchester auf der Australien Tournee des Jahres 1992 hinterlassen hat, war schließlich recht nützlich, Morrison zu überzeugen, ein Konzert mit uns zu spielen. Er hat in Australien ganz neue Akzente in der Ausbildung junger Musiker geschaffen, die ich sehr gut finde. Daher hegte ich schon lange den Wunsch, ihn als Dozenten zu unseren Arbeitsphasen zu holen und ihn bei meinen Spezialkonzerten „Jazz At The Philharmonic“ einzusetzen. Dies wird nun endlich in die Tat umgesetzt, was mich sehr stolz macht.“

 Es ist Diefenbachs Zielsetzung, immer wieder große Stars der internationalen Jazzszene mit den jungen Jazzmusikern in Kontakt zu bringen und zusammen konzertieren zu lassen. Denn wer könnte dem Jazznachwuchs mehr Inspiration geben, als die ganz Großen des Genres. Das Landesjugendjazzorchester Hessen legte sich dementsprechend ins Zeug und zeigte live offensichtliche Spielfreude verbunden mit ihrem gewohnt perfektem Zusammenspiel. Doch auch solistische Glanzstücke wie die Trompetenimprovisationen von Felix Blum (1. Trompete) belegten die außergewöhnliche Klasse der Big Band. James Morrison fühlte sich in diesem musikalischen Umfeld jedenfalls bestens aufgehoben und zollte den Musikern der Big Band auf der Bühne jede Menge Lob und Anerkennung.

 Das Repertoire des Konzertes führte das Publikum von gängigen Jazzstandards wie „Sing, sing, sing“ oder „All of me“, zu polyrhythmischen südamerikanisch inspirierten Jazz-Stücken hin zu anspruchsvollen Kompositionen aus der Feder Morrisons, der als Multi-Instrumentalist übrigens alle Instrumente für sein letztes Studioalbum selbst eingespielt hat und dafür den humorigen Titel als »Beste Big Band der Welt« verliehen bekam.

Die gut 1000 Zuschauer im Wiesbadener Kurpark werden dieses Konzert ohne Frage als etwas ganz Besonderes in Erinnerung behalten und belohnten alle Mitwirkenden am Ende mit stehenden Ovationen.

 Anbei ein Bericht über das LJJO zum Konzert mit James Morrison auf rheinmaintv: http://ww.kewego.at/video/40bc0211caas.html

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